Grüne, lückenlose Pferdeweide gesucht?

Extreme Belastung wie Trockenheit und Hitze machten den Pferdeweiden im letzten 3 Jahren sehr zu schaffen. Die Regeneration erfolgte deutlich schlechter und langsamer als gewohnt. Hinzu kommen die Besonderheiten der Pferdeweiden. Diese sind vielfältiger und anspruchsvoller als die einer Rinderweide und das erschwert das optimale Management und Pflege.

Die stärker verdichtende Wirkung der Pferdhufe führt schnell zu Lücken, die wiederum ungünstige Artenverschiebungen im Bestand nach sich ziehen (große Lücken, zu viel Weißklee, gemeine Rispe, Löwenzahn etc.). Pferdeweiden dienen bei heutigen Haltungszielen vor allem als „Laufweiden“. Eine mäßige Trittbelastung kann die Narbendichte durchaus fördern. Die Trittwirkung von Pferden mit den wirkenden Schwerkräften fördern im Vergleich zu anderen Tierarten die Schädigung der Weidenarbe. Die Schädigung hängt vom Gewicht der Pferde und dem individuellen Bewegungsdrang der Rasse, der Besatzdichte sowie dem Alter der Tiere ab. Desto jünger die Pferde sind, umso größer sind meist die Schäden. Schnelles Stoppen und Wenden der Pferde verursacht große Zerstörungen an erwünschten Arten, der Narbendichte und dem Bodengefüge. Besonders nach den Trockenschäden und dem schlechten Wiederaustrieb der Gräser während des Jahres ist die Pferdeweide deutlich angegriffen.

Der Verbiss auf einer Pferdekoppel ist meist tiefer als bei Rindern, was ebenfalls größeren Stress für die Narbe bedeutet und letztlich auch zu deren langsamer Regeneration und eventueller Lückigkeit beisteuert. Wenn die Kotstellen nicht abgesammelt werden und der Besatz hoch ist, dann entarten die Bestände sehr oft. Kotstellen werden vom Pferd nicht abgeweidet aufgrund des eigenen Schutzmechanismus. Diese können zu einer starken Stickstoff-, Phosphat und Kalianreicherung im Boden führen, die wiederum z. B. fruktanreiche Gräser fördern, die gut schmecken und gerne gefressen werden – diese sind aber eigentlich nicht oder nur zu geringen Anteilen in einer Pferdeweide erwünscht. Dies kann gegenüber einer standardmäßigen Wiesen-/Weidenutzung zu einer stark schwankenden Nährstoff- und Artenverteilung in der Pferdeweide führen.

Empfehlung für Gegenmaßnahmen: Regelmäßiges „Pflegen“ der Weide ist unabdingbar!

In der Praxis sieht das wie folgt aus:

  • Kot absammeln
  • Mit Striegel oder Schleppe die Weiden abziehen
  • Nachsäen mit einer für Pferdeweiden optimierten Nachsaatmischung
  • Saatgut vom Pferde KIT ganz flach mit Striegel oder Rechen (Lichtkeimer) einarbeiten und andrücken (anwalzen)

So sind Sie die Pferdeweiden für Witterungsschwankungen für die Regeneration gerüstet und Einflüsse wie Nässe, Trockenheit und Kälte richten geringere Schäden an. Das Grundfutter auf der Weide ist immer in einem optimalen Zustand für das Pferd.

Verwenden Sie die speziell dafür zusammengestellten Planterra Pferdeweide-Kit.

Mit fruktanarmen Gräsern und einem Algenkalk bietet dieser eine Starthilfe und liefert dem jungen Sämling die Nährstoffe, die er braucht, um sich schnell im Boden zu etablieren. Die Stickstoffgehalte werden dadurch nicht in die Höhe getrieben.

Innerhalb kurzer Zeit finden Sie wieder eine Weide mit optimalem Grundfutter vor, die auch wieder problemlos als Auslauf dienen kann!

Mehr Infos dazu unter www.planterra.de

Beitrag von unserem Saatgutexperten Hans Koch.

17.05.2020