Einfach grün!

Um sicherzustellen, dass sich Fohlen physisch und psychisch gut entwickeln, ist Koppelgang in einer stabilen Gruppe einfach ein Muss. Darüber hinaus kann Weidegang  gerade bei säugenden Stuten das Nährstoffangebot optimieren. Gutes Weidemanagement vorausgesetzt, kann die Pferdeweide Spielwiese und Futterergänzung zugleich sein.

Die Pflege von Pferdeweiden ist allerdings immer eine besondere Herausforderung. Schon die Trittwirkung von Pferdehufen führt im Vergleich zu anderen Tierarten besonders schnell zu einer Schädigung der Grasnarbe. Gerade bei lauffreudigen Jungpferden kommen durch schnelle Stopps und Wendungen Scherkäfte ins Spiel, die genau wie tiefer Verbiss bei Überweidung enormen Stress für die Grasnarbe bedeuten.  

Es kommt zu Lücken im Bestand, wo sich unerwünschte Pflanzen wie Weißklee oder Ampfer ansiedeln und eine ungünstige Artenverschiebung bewirken, die den Futterwert negativ beeinflusst. Begünstigt durch trockene Sommer haben in der dünnen Grasnarbe natürlich auch Giftpflanzen eine Chance. Sie sind besonders für unerfahrene Fohlen, die spielerisch an allem knabbern gefährlich. Die Vergiftungsgefahr durch Herbstzeitlose und Jakobskreuzkraut ist inzwischen bekannt, doch auch das gewöhnliche Ferkelkraut, welches häufig mit dem Löwenzahn verwechselt wird, ist auf dem Vormarsch.  Wird es gefressen, führt es zu neurologischen Auffälligkeiten wie Hahnentrittigkeit oder Ataxie.

Einfache, schnelle und leichte Hilfe bei der Pflanzenbestimmung bieten spezielle APPs:

Pl@ntNet ist eine auf Fotos basierende Anwendung für die Bestimmung von Pflanzen.
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Krautfinder bietet verständliche systematische Filterfunktionen zur Pflanzenbestimmung
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Nicht abgesammelte Pferdeäpfel sorgen besonders bei hoher Besatzdichte zu einer Entartung des Bestandes und „Geilstellen“ die von Pferden gemieden werden. Mittelfristig führt starke Verkotung auf Pferdeweiden zu einem immensen parasitären Druck und außerdem zu einer starken Stickstoff-, Phosphat und Kalianreicherung im Boden. Dies fördert wiederum fruktanreiche Gräser, welche auf Pferdeweiden weniger erwünscht sind.

Richtiges Weidemanagement – Das sollten Sie beachten:

  • Weidedruck gering halten › regelmäßiger Umtrieb/ geringe Besatzdichte
  • Mechanische Weidepflege mit Striegel oder Schleppe
  • Angemessene Düngung/ Hygienedüngung mit Kalkstickstoff
  • Bestandslücken mit einer für Pferdeweiden optimierten Nachsaatmischung schließen
  • Kot absammeln
  • Geilstellen ausmähen

Verwenden Sie zur Nachsaat von Bestandslücken unser speziell dafür entwickeltes Planterra Pferdeweide-Kit. Es enthält eine Mischung von Grassamen fruktanarmer und robuster Sorten sowie einen hochwirksamen Algenkalk. Dieser dient als Starthilfe für den jungen Sämling, so dass er sich schnell im Boden etablieren kann.

Innerhalb kurzer Zeit finden Sie damit wieder eine Weide mit optimalem Grundfutter vor, die auch weiterhin problemlos als Auslauf dienen kann!

Mehr Infos dazu unter www.planterra.de

Beitrag von unserer Futterexpertin Katrin Grandegger.

14.05.2020