PFERDEHUFE | Teil 1: Gut zu Huf

Sie tragen das ganze Gewicht des Pferdes und haben doch nur eine relativ kleine Kontaktfläche mit dem Boden. Selbst im Stehen lasten bei einem kleinen Pferd auf jedem Huf über 100 Kilogramm. Beim Tragen von Lasten oder in Bewegung vervielfacht sich diese Zahl! Pferdehufe müssen also in einem optimalen Zustand sein, um ein Pferdeleben lang Schwerstarbeit zu leisten.

Von der Natur sind sie dazu bestens ausgerüstet. Wem schon mal ein Pferd auf den Zeh getreten ist weiß eines ganz sicher: Hufe sind vor allem hart! Doch der komplette Pferdehuf besteht innen und außen aus einer Kombination unterschiedlichster Strukturen, die ihn trotz aller Härte bis zu einem gewissen Grad elastisch machen. Beim Auftreten auf den Boden können sich Pferdehufe deshalb wie gute Sportschuhe ein wenig verformen. Das erlaubt einen optimalen Bewegungsablauf, fördert die Durchblutung und hat zum Schutz der Gelenke dämpfende Wirkung.

In der Natur gleichen sich Hufwachstum und Abrieb durch Bewegung  aus, was bei unseren Stallpferden fast nie der Fall ist. Auch den Höchstbelastungen unserer Sportpferde beim Distanzreiten, Springen, der Dressur oder vor der Kutsche müssen Hufe zuverlässig standhalten. Für alle Pferdebesitzer ist Hufpflege deshalb wirklich Pflicht!  Damit ist vor allem die regelmäßige und vor allem fachmännische Bearbeitung der Hufe durch einen Fachmann gemeint.

Hast Du gewusst dass das Horn des Pferdehufs quasi der Nagel der Mittelzehe ist? Alle anderen Zehen haben sich nämlich im Laufe der Evolution zurückgebildet. Pferden laufen also immer auf den Zehenspitzen. ?
Mehr über richtige Hufpflege erfahrt Ihr nächste Woche!

05.06.2019