Öl in der Ration - Damit es läuft wie geschmiert!

Der Einsatz von Öl in der Pferdefütterung zur Unterstützung des Pferdestoffwechsels ist immer wieder ein Diskussionsthema. Viele Pferdebesitzer schwören auf Öl als Pferdefutter, während andere grundsätzlich bezweifeln, ob Pferde Öl überhaupt verdauen können.

Ölfütterung macht Sinn

Hier kann man ganz klar sagen: Ja, Pferde sind durchaus in der Lage dazu! Die von Natur aus eher fettarme, rohfaserreiche über viele Stunden andauernde Futteraufnahme von Pferden macht zwar eine Gallenblase überflüssig, trotzdem verfügen alle Pferd über reichlich Gallenflüssigkeit, die in der Leber gespeichert wird und kontinuierlich in den Dünndarm fließt. Dort zersetzen die Gallensäuren zusammen mit Enzymen Fette und Öle, sodass sie dem Stoffwechsel zugeführt werden können.

Die Qual der Wahl

Dass der Markt inzwischen eine Vielzahl von Ölen als Ergänzung der Ration anbietet, macht die Entscheidung für Pferdebesitzer nicht einfach. Das teuerste Öl muss hier übrigens nicht unbedingt auch das Beste und Passendste sein. Reiskeimöl  wirkt beispielsweise je nach Qualität positiv auf den Muskelaufbau, gehört aber was Verdaulichkeit und  Bilanz der Fettsären betrifft ins untere Drittel der gängigen Öle. Fischöl dagegen kann von Pferd sehr gut verdaut werden und ist auch besonders hochwertig, aber jedes Pferd wird eine Riesenschnute machen, wenn es aus dem Trog „fischelt“.

Flüssiges Gold

Ideal und wie für Pferde gemacht ist vor allem Leinöl. Kalt gepresst ist es Spritzenreiter was Verdaulichkeit und natürlich den Anteil der hochwertigen Omega-3-Fettsäuren betrifft. Diese Ferraris unter den Fettsäuren werden in alle Biomembranen eingebaut und sorgen für höchste Qualität jeder einzelnen Zelle mit all ihren Funktionen. Kein Wunder also dass Leinöl Hufen, Haut und Fell Elastizität und Glanz verleiht.

Leinöl kann mehr

Leinöl wirkt außerdem anregend auf die Verdauung und alle Stoffwechselvorgänge. Es bringt Energie und wertvolle Pflanzenbegleitstoffe in die Ration, ohne dass Getreide gefüttert werden muss. Sportpferde und natürlich auch Pferde mit Stoffwechselproblemen sowie Senioren profitieren davon. Leinöl unterstützt den Muskelaufbau und die Reizleitung, ist also ideal zur Leistungssteigerung. Es wirkt immunmodulierend und  deshalb unverzichtbar bei Krankheit und Rekonvaleszenz.

Interessantes in Zahlen:

  • Pferde verfügen täglich über 3kg Gallensaft pro 100 kg Körpergewicht. Das sind bei einem 500kg Pferd immerhin 15 Liter pro Tag.
  • Hafer hat einen Fettanteil von 5%. Bekommt ein Sportpferd 4 Kilogramm Hafer pro Tag nimmt es dabei automatisch 200g Haferfett auf.
  • Schon Mengen von 50 ml Leinöl/Tag  bringen Glanz  ins Fell. Hochleistungspferde dürfen als Energiebooster täglich 250 ml Öl bekommen.

Pegus Leinöl 1 Liter:

https://www.baywa.de/de/tierhaltung/futtermittel/pferd/einzelfuttermittel/pegus-leinoel/p-000000000001810940/

Pegus Leinöl 5 Liter:

https://www.baywa.de/de/tierhaltung/futtermittel/pferd/einzelfuttermittel/pegus-leinoel/p-000000000001810941/

17.08.2019