MAGERKEIT BEI PFERDEN | Teil 2: Abnehmen ohne Ende - Gründe für Gewichtsverlust bei Pferden

Schon seit Jahren scheint Übergewicht mit all seinen negativen Begleiterscheinungen bei Pferden ein größeres Problem zu sein als Magerkeit. Jammergestalten mit deutlich sichtbaren Rippen und freiem Ausblick auf die Wirbelsäule sind leider trotzdem keine Seltenheit.

Nun gibt es auch bei Pferden die unterschiedlichsten Gründe für Magerkeit. Und Ursachenfindung ist wichtig,  denn es gilt rechtzeitig zu reagieren, bevor aus einem vormals properen Pferd eine ausgemergelte Jammergestalt wird.

Krankheit und Stress
Krankheit und natürlich Schmerzen sind meistens von Appetitlosigkeit begleitet. Auch Stress durch Trauer, Überforderung oder Einsamkeit kann hormonell bedingt dazu führen, dass Pferde sich innerlich zurückziehen und Fressen die Bedeutung verliert. Parasitenbefall oder Probleme mit den Zähnen können die Futteraufnahme ebenfalls einschränken, obwohl das Pferd durchaus gerne fressen möchte. Hier muss der Tierarzt helfen!

Futtermangel
Oft ist es schlicht und ergreifend so, dass zu wenig gefüttert wird. Das Pferd verbrennt also mehr Energie als es über das Futter bekommt und hungert. Dahinter stecken manchmal Kostengründe, häufiger aber einfach Gedankenlosigkeit und Beratungsresistenz des Besitzers. Hier muss man kein Verständnis haben!

Richtig kniffelig wird es, wenn Pferde zwar ausreichende Mengen zu fressen bekommen, aber die Ration nicht ausgewogen ist. So lange wie möglich versucht der Pferdekörper den Mangel auszugleichen, bis das Pferd krank wird und trotz gut gefüllter Raufe abmagert.

Stelle Dir sämtliche Nährstoffe vom A-Vitamin über Fett, Kohlenhydrate bis zu Spurenelementen wie Zink als Zahnrädchen vor, die alle ineinander greifen müssen damit der Apparat funktioniert. Nun bekommst Du ein Bild davon was passiert, wenn auch nur das kleinste Rädchen stehenbleibt, weil ein Nährstoff fehlt, so unbedeutend er auch erscheinen mag. Nichts geht mehr!

Raufutter und Rohfaser
Pferde sind Nahrungsspezialisten. Sie brauchen zwingend eine Basis aus Raufutter also Heu, Gras und Stroh um körperlich, aber auch seelisch zu „funktionieren“. Raufutter bietet große Mengen an sogenannter Rohfaser die mit Hilfe von Bakterien im Darm umgewandelt und zur Gewinnung von Energie verwendet wird.

Du kannst Deinem Pferd also jeden Tag einen ganzen Sack Müsli füttern, in dem rein rechnerisch natürlich mehr als genug Nährstoffe enthalten sind. Trotzdem wird die Verdauung kollabieren und der Stoffwechsel zusammenbrechen, denn es fehlt kaufähiges Material wie Heu. Jede artgerechte Ration für Pferde basiert deshalb auf der Grundlage von täglich 1,5-2,0 kg Heu/100 kg Körpergewicht .

Energie für Leistung
Couch-Potatoes verbrauchen weniger Kalorien als Bewegungsjunkies, das gilt auch für Pferde. Während ein kleiner Ausritt  in der Regel auf der „linken Hinterbacke“ erledigt wird und keinen zusätzlichen Futtereinsatz erforderlich macht, gibt es auch unter Pferden wahre Schwerarbeiter. Bekommen Sie über das Futter nicht genug Energie, wird Reservefett und schließlich sogar Muskeleiweiß mobilisiert, um die geforderte Leistung zu bringen. Trotz oder besser gesagt wegen des intensiven Trainings bauen solche Pferde rapide ab.

Magere Senioren
Zahnprobleme stehen häufig im Vordergrund, wenn ältere Pferde abmagern. Es rächen sich aber auch Fütterungsfehler, die den Stoffwechsel von Pferden über Jahre hinweg belastet haben. Beeinträchtigungen der Darmschleimhaut führen beispielsweise dazu, dass die Futterverwertung uneffektiv wird. Auch aus einem Pferd das „vom Hingucken“ dick wurde, kann deshalb im Alter ein echter Hungerhaken werden.

Wie man Gewichtsverlust vermeidet und ein zu dünnes Pferd wieder aufpäppeln kann, erfahrt ihr am 29. Dezember unter www.pegushorsefeed.de.

Hilfe und Lösungen bietet euch natürlich auch das Pegus Horse Feed Futterberater-Team (www.pegushorsefeed.de/kontakt-bezug/).

20.12.2018