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So wird ihre Stute tragend!

Stuten, die problemlos jedes Jahr ein gesundes Fohlen zur Welt bringen sind der Traum jedes Züchters. Doch Fruchtbarkeit ist eine komplexe Angelegenheit, die vielen Einflüssen unterworfen ist. Während genetische Faktoren scheinbar eine untergeordnete Rolle spielen, wirken sich unmittelbare Umwelteinflüsse wie beispielsweise Klimabedingungen, Infektionsdruck oder Stress besonders stark aus, wenn es darum geht, ob eine Stute problemlos trächtig wird oder „leer“ bleibt. Während der Züchter auf viele Faktoren wenig Einfluss hat, kann er die Fruchtbarkeit seiner Stute durch entsprechende Fütterung beeinflussen.

Körperliche Kondition und Fruchtbarkeit

Zum Zeitpunkt der Belegung soll die nicht laktierende Stute in einem ausgezeichneten Futterzustand sein. Genau wie bei anderen Haustieren korreliert auch die hormonelle Leistung von Stuten eng mit ihrem Anteil an Körperfett. Verzögerte Rosse und geringe Befruchtungsraten sind die Folgen von Mangelernährung. Stuten, deren Futterzustand nicht optimal ist, müssen also spätestens 6-8 Wochen vor dem Decken zunehmen.

Fütterungsmanagement

Eine Anpassung der Energiezufuhr an den tatsächlichen Bedarf der güsten Stute ist unverzichtbar. Dabei muss auch berücksichtigt werden, ob sie zusätzlich gearbeitet wird. Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Selen und Mangan haben besondere Bedeutung für die Empfängnis und Stabilisation der Frucht. Ein ausgewogenes Kalzium/Phosphor-Verhältnis ist ebenso wichtig wie die optimale Versorgung der Mütter in Spe mit Vitamin E und natürlich ß-Carotin, das für zuverlässiges Einsetzen der Rosse und die Vitalität der Ova sorgt. Gerade im zeitigen Frühjahr kann der Bedarf an ß-Carotin nicht mehr über das Grundfutter gedeckt werden. Auch Heu von guter Qualität ist dazu einfach zu lange gelagert und junges Gras ist noch nicht in Sicht.

Passende Fütterung durch passionierte Züchter

Spezielles Ergänzungsfutter zur Rationsoptimierung sollte für Züchter demnach nicht nur Kür, sondern Pflicht sein, damit einer zuverlässigen Empfängnis nichts im Weg steht. Im späten Frühjahr wirkt sich Weidegang besonders günstig auf die Geschlechtsfunktionen aus, dafür sorgen junges Gras, aber auch Licht und andere jahreszeitliche Faktoren. Ein Deckerfolg ist dann besonders wahrscheinlich.

Mutter Natur beachten

Leider wird dieser natürliche Rhythmus oft nicht ausgenutzt. Aus Gründen der Vermarktung sollen Fohlen möglichst früh im Jahr geboren werden, dabei würde auch bei der Fohlenaufzucht ein späterer Abfohltermin vieles einfacher und einfach gesünder machen. Rentabilität und die Gesetze der Natur stehen sich allerdings besonders bei Haupterwerbszuchten oft gegenüber. Doch ob Profi oder Hobbyzüchter: Unbezahlbare Voraussetzung, wenn der Traum vom gesunden und vitalen Fohlen Wirklichkeit werden soll, sind jede Menge züchterisches Know-How und Leidenschaft!

Beitrag von unserer Futterexpertin Katrin Grandegger.

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